neugierig


Checkliste zur Vorbereitung auf die Fahrschule

Endlich nicht mehr auf den Fahrservice der Eltern angewiesen. Der bestandene Führerschein beschert eine neue Art von Freiheit. Darüber hinaus erspart der Schein viele nervende Diskussionen. Doch bis das elterliche Taxi Geschichte ist, muss noch viel Formales erledigt werden. Diese Übersicht soll dabei helfen:

Der Erste-Hilfe-Kurs

Wer einen Führerschein erwerben möchte, der muss vorher an einem Kurs für lebensrettende Sofortmaßnahmen oder einer Ausbildung in erster Hilfe teilnehmen. Wer will schon, dass man als erster an einen Unfallort kommt? Trotzdem muss der Ernstfall geübt werden: Was ist zu tun, wenn ich als erster an eine Unfallstelle komme oder gar selbst in einen Unfall mit Verletzten verwickelt bin? Von der stabilen Seitenlage bis hin zur Mund-zu-Mundbeatmung (natürlich an lebensnahen Mensch-Modellen) steht alles auf dem Kursplan. Wann und wo die Kurse stattfinden, erfahrt ihr in der Fahrschule oder, z.B., beim örtlichen Roten Kreuz.

Der Sehtest
Um zur Prüfung zugelassen zu werden, muss eine Sehtestbescheinigung vom Optiker oder vom Augenarzt vorgelegt werden. Wichtig: Sie darf nicht älter als 2 Jahre sein.
Im eigenen Interesse sollte das Sehvermögen regelmässig, auf jeden Fall aber zum 40sten Lebensjahr, überprüft werden. Denn spätestens dann verändert sich das Auge bei fast allen Menschen. Dabei ist Eitelkeit, weil man eventuell eine Brille tragen muss, fehl am Platz.

Der Amtlicher Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis
Mit Sehtest und Erste-Hilfe-Kurs geht es dann zum Einwohnermeldeamt. Dort muss ein "Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis" gestellt werden. Dazu braucht ihr zwei Lichtbilder (Passbilder) nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen. Sagt dem Fotografen, wofür ihr die Bilder braucht, der weiss Bescheid und bearbeitet die Fotos entsprechend.
Nicht vergessen: Gültigen Personalausweis oder Reisepass mitbringen! Für die Führerscheinklassen C und D, z.B. für Busse und LKW, muss darüber hinaus ein ärztliches Zeugnis oder Gutachten über die körperliche und geistige Eignung vorgelegt werden.

Die theoretische Prüfung
Wenn die bürokratischen Pflichten erst einmal erledigt sind, geht es trotzdem meist noch nicht ans Lenkrad. Denn vorher heißt es erst einmal büffeln. Für die theoretische Führerscheinprüfung und dass ihr euch nicht ganz unvorbereitet im Strassenverkehr bewegt. Die Theorie darf frühestens drei Monate vor Erreichen des Mindestalters und erst nach der vorgeschriebenen Anzahl an Theoriestunden für die jeweilige Klasse abgelegt werden.
Durchgefallen? Dann darf man die Prüfung erst nach zwei Wochen wiederholen. Wenn es dreimal schiefgeht, wird man für drei Monate gesperrt. Also besser erst zur Prüfung, wenn der Prüfungsstoff sitzt. Auf gut Glück mag bei manchen schon gut gegangen sein, ist aber in der Regel mit viel weiterem Zeitaufwand und zusätzlichen Kosten verbunden.

Die praktische Prüfung
Nach der bestandenen theoretischen Prüfung und den erforderlichen Fahrstunden geht's zur praktischen Prüfung. Die darf allerdings frühestens einen Monat vor Erreichen des gesetzlichen Mindestalters abgelegt werden. Dieser Praxistest mit dem Prüfer auf dem Rücksitz ist für alle Führerscheinklassen, ausser bei Klasse L, vorgeschrieben. Bei der Motorradprüfung sitzt der Prüfer natürlich nicht mit auf dem Motorrad, sondern beobachtet aus dem nachfahrenden Auto.

Wenn alles planmässig abläuft, gibt’s den Führerschein gleich nach der Prüfung in die Hand, vorausgesetzt man hat schon das notwendige Mindestalter erreicht, also beim Autoführerschein den 18. Geburtstag gefeiert. Falls die erforderlichen Jahre noch nicht vollendet sind, wird der Führerschein bei der Führerscheinstelle, in der Regel bei der Kreisverwaltung, hinterlegt, wo man sich das Dokument beim Erreichen des Mindestalters abholen kann.

Durchfallen ist zwar nicht toll, aber auch nicht das Ende aller Tage: Die Fahrprüfung kann nach 14 Tagen wiederholt werden. Voraussetzung ist aber eine Nachschulung. Die Anzahl der Fahrstunden wird meist vom Prüfer festgelegt.
Um euch nicht selbst unter unnötigen Druck zu setzen, erzählt so wenig Leuten wie möglich, dass ihr zur Prüfung antretet.

Glaubt nicht alles, was man euch über die praktische Prüfung erzählt. Vor allem Durchgefallene versuchen es manchmal mit Rechtfertigungen wie: "Da war ich noch nie!" oder "Der Prüfer hat mich in eine gesperrte Strasse geschickt". Von Prüflingen, die die Prüfung geschafft haben, hört man auch mal sowas: "Das war ja voll easy". Dabei haben sie die Prüfung gerade mal so bestanden. Soll heissen, während der Prüfung leidet manchmal das Wahrnehmungsgefühl aufgrund von Nervosität.
Lasst euch also so wenig wie möglich beeinflussen und vertraut eurem Können. Bittet euren Fahrlehrer kurz vor der Prüfung um eine praxisnahe Fahrstunde unter Prüfungsbedingungen. Dabei wird die akustische Warnanlage, die hässliche Geräusche macht wenn der Fahrlehrer die Pedale auf seiner Seite betätigt, eingeschaltet und auch mal ohne Korrektur, ausser Richtungsangaben, gefahren.


Führerschein mit 17
Seit 1. Januar 2011 können Jugendliche schon mit 17 Jahren den Führerschein machen und sich in Begleitung eines erfahrenen Autofahrers ans Lenkrad setzen. Mit 16,5 Jahren können Jugendliche mit dem Fahrunterricht beginnen und ab ihrem 17. Geburtstag ein Auto fahren, wenn sie von einem mindestens 30 Jahre alten Beifahrer begleitet werden.

Wer den Führerschein ab 17 besitzt, der muss aber bestimmte Bedingungen beachten:
• Es muss
immer eine Begleitperson mitfahren.
• Die Begleitperson muss älter als 30 Jahre sein.
• Die Begleitperson muss den Führerschein Klasse B mindestens fünf Jahre besitzen.
• Die Begleitperson darf nicht mehr als drei Punkte im Verkehrszentralregister eingetragen haben.
• Die Begleitperson muss beim Antrag auf den Führerschein angegeben werden und amtlich eingetragen sein. Es darf kein beliebiger Erwachsener als Begleiter mit einem Fahranfänger unterwegs sein.
• Es können max. fünf Begleitpersonen angegeben werden.
• Die Bescheinigung zum begleiteten Fahren gilt nur in Deutschland, im Ausland darf nicht damit gefahren werden, da es sich hier um eine nationale Sonderregelung handelt. Spätestens vor der Grenze der Bundesrepublik Deutschland muss ein Fahrerwechsel erfolgen. Die einzige Ausnahme stellt hier Österreich dar. Dort darf man mit dem deutschen B 17-Führerschein in Begleitung fahren. Gleiches gilt umgekehrt auch in Deutschland mit der österreichischen L 17-Fahrerlaubnis.
• Der Fahrer darf keinen Alkohol getrunken haben (0,0-Promille-Grenze für Fahranfänger). Für den Begleiter gilt die 0,5-Promille-Grenze.
• Für Fahrer und Beifahrer gelten natürlich die bekannten Vorschriften über berauschende Mittel.
• Da die Begleitperson nicht der Fahrzeugführer ist, darf sie nicht aktiv in die Fahrzeugsteuerung eingreifen sondern nur als Berater tätig sein.
• Wo die Begleitperson sitzen muss ist nicht vorgeschrieben, sie kann auch auf dem Rücksitz Platz nehmen.

Missachtung der Fahrerlaubnis
Wenn ein Fahranfänger die Auflagen für "begleitetes Fahren" missachtet, wird seine Fahrerlaubnis widerrufen, das heisst die Fahrerlaubnis erlischt und muss neu beantragt werden. Außerdem muss er mit einem Bußgeld rechnen, einer Verlängerung der Probezeit und der Auflage, vor dem Neuerwerb des Führerscheins ein Aufbauseminar zu machen.

Aber auch dem Begleiter winken bei Missachtung sehr empfindliche Strafen, z.B. wenn die Begleitperson unter alkoholischem Einfluss oder unter Drogen steht. Für Fahranfänger gilt bis 21 Jahre ohnehin die Null-Promille-Regel.


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Die Führerscheinklassen im Überblick


PKW-Klassen bmw

Klasse B:

direkter Erwerb
Beinhaltet
AM,L
ab 17 Jahre bei begleitetem Fahren
ab 18 Jahre
Keine Befristung der Besitzdauer
Kraftfahrzeuge - ausgenommen Krafträder der Klassen AM, A, A1 und A2 - mit einer zulässigen Gesamtmasse bis max. 3.500 kg und zur Beförderung mit nicht mehr als acht Sitzplätzen, außer dem Führersitz (auch mit Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse bis. max. 750 kg oder mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 750 kg, sofern die zulässige Gesamtmasse der Kombination 3.500 kg nicht übersteigt).



Klasse BE:

nur mit Klasse B
ab 18 Jahre
Keine Befristung der Besitzdauer
Kombinationen, die aus einem Zugfahrzeug der Klasse B und einem Anhänger oder Sattelanhänger bestehen. Das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers darf mehr als 750 kg, jedoch maximal 3.500 kg betragen. Die Fahrzeugkombination darf maximal 7.000 kg betragen.


Klasse B mit Schlüsselzahl 96:

Beinhaltet AM, L
nur mit Klasse
B
keine eigene Fahrerlaubnisklasse
ab 17 Jahre bei begleitetem Fahren
ab 18 Jahre
Kombination der Klasse B Kraftfahrzeug mit Anhänger ( zulässiges Gesamtgewicht des Anhängers mehr als 750 kg) mit einer zulässigen Gesamtmasse zwischen 3.500 kg und 4.250 kg.


Mit der "alten" Führerscheinklasse 3

  • dürfen Sie Züge mit maximal 3 Achsen fahren (Zugfahrzeug max. 7,5 t zulässiges Gesamtgewicht).
  • Beim Umtausch Ihres Führerscheins bekommen Sie die Klassen B, BE, C1, C1E, AM und L erteilt.
  • Die Zuteilung der Klasse T erfolgt nur auf Antrag und ist nur möglich, für Personen die in der Land- oder Forstwirtschaft tätig sind.
Sie müssen Ihren Führerschein vor Ihrem 50. Geburtstag in die Klasse CE umtauschen, wenn Sie Fahrzeugkombinationen fahren wollen, die über den Umfang der Klasse C1E hinausgehen. Hierzu benötigen Sie eine ärztliche und augenärztliche Bescheinigung.


Motorrad-Klassen Harley-Davidson_VRSCDX_2007_12_1920x1200

Klasse AM:

Beinhaltet -
direkter Erwerb
ab 16 Jahre
Zweirädrige Krafträder (Mopeds) auch mit Beiwagen und Fahrräder mit Hilfsmotor durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h mit Elektromotor oder andere Verbrennungsmotoren mit einem Hubraum von max. 50 ccm oder bei Elektromotoren eine max. Nenndauerleistung von höchstens 4 kW.
Dreirädrige Kleinkrafträder (Trike) durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h und max. 50 ccm Hubraum bei Fremdzündungsmotoren bzw. bei anderen Verbrennungsmotoren eine max. Nutzleistung bis 4 kW oder bei Elektromotoren bis max. 4 kW Nenndauerleistung.


Klasse A:

Beinhaltet A1,A2
direkter Erwerb
ab 20 Jahre - für Krafträder bei 2jährigem Vorbesitz der Klasse A2 (dann ist zum Aufstieg nur eine praktische, keine theoretische Prüfung erforderlich)
ab 21 Jahre - für dreirädrige Kfz mit mehr als 15 kW
ab 24 Jahre - für Krafträder bei Direkteinstieg
Keine Befristung der Besitzdauer
Krafträder (Zweiräder, auch mit Beiwagen) mit einem Hubraum von mehr als 50 cm3 oder mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h.
Dreirädrige Kraftfahrzeuge mit symmetrisch angeordneten Rädern mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h und mit einer Motorleistung von über 15 kW oder einen Hubraum von über 50 cm3 bei Verbrennungsmotoren.


Klasse A1:

Beinhaltet AM
direkter Erwerb
ab 16 Jahre
Leichtkrafträder - Motorrad bis 125 ccm und nicht mehr als 11 kW Motorleistung und einem Verhältnis von Leistung/Leergewicht von maximal 0,1 kWkg. Die bisherige Begrenzung auf 80 km/h für 16- und 17-Jährige entfällt.
Dreirädrige Kraftfahrzeuge mit symmetrisch angeordneten Rädern mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h und mit einer Motorleistung bis 15 kW oder einen Hubraum von über 50 cm3 bei Verbrennungsmotoren.



Klasse A2:

Beinhaltet A1, AM
direkter Erwerb
ab 18 Jahre
Leichtkrafträder (auch mit Beiwagen) - Motorrad bis 35 kW Motorleistung und einem Verhältnis von Leistung/Leergewicht von maximal 0,2 kWkg. Seit 19. Januar 2013 dürfen Inhaber der bisherigen Klasse A beschränkt Leichtkrafträder der neuen Klasse A2 und nach Ablauf von 2 Jahren, Krafträder der Klasse A unbeschränkt fahren. Beim 2jährigen Vorbesitz der Klasse A1 ist nur eine praktische Prüfung erforderlich.


Mit der "alten" Fahrerlaubnisklasse 3

Hier ist Folgendes zu unterscheiden:
Ist der Führerschein vor dem 01. April 1980 erteilt worden, gilt:

Mit diesem Führerschein dürfen Sie Leichtkrafträder der Klasse A1 fahren (max. 125 cm3 Hubraum, 11 kW Nennleistung). Bei Umtausch Ihres Führerscheins bekommen Sie die Klasse A1 zugeteilt.
Ist der Führerschein in der Zeit vom 01. April 1980 und 18. Januar 2013 erteilt worden, gilt:
Mit diesem Führerschein dürfen Sie nachfolgende Fahrzeuge fahren:

  • Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor mit einem Hubraum von nicht mehr als 50 cm3 und einer bauartbestimmten Höchstgeschwindigkeit von höchstens 45 km/h
  • Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor im Sinne der Vorschrift der ehemaligen DDR, wenn sie bis zum 28.02.1992 erstmals in den Verkehr gekommen sind (§ 76 Nr. 8 FeV)


LKW-Klassen Pasted Graphic

Klasse C:

Beinhaltet C1
nur mit Klasse
B
ab 18 Jahre - mit Grundqualifikation im Sinne des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz, bei Ausbildung zum Berufskraftfahrer, zur Fachkraft im Fahrbetrieb oder vergleichbare Berufe
ab 21 Jahre
Befristung der Besitzdauer auf 5 Jahre, anschl. erneute ärztliche Untersuchung und augenärztliches Gutachten.
Kraftfahrzeuge - ausgenommen Krafträder der Klassen AM, A, A1 und A2 - mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3500 kg und mit nicht mehr als acht Sitzplätzen außer dem Führersitz (auch mit Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg). Kraftomnibusse im Inland über 3,5 t zulässiger Gesamtmasse ohne Fahrgäste - gegebenenfalls mit Anhänger -, nur zur Überprüfung des technischen Zustandes des Fahrzeugs oder der Überführung an einen anderen Ort. Der Einsatz in der gewerblichen Güterbeförderung unter 21 Jahren ist nur bis 7,5 t zGM. einschl. eines Anhängers zulässig (EWG 3820/85 Art. 5).


Klasse C1:

nur mit Klasse B
ab 18 Jahre
Befristung der Besitzdauer bis zur Vollendung des 50sten Lebensjahres, danach für jeweils 5 Jahre erneute ärztliche Untersuchung und augenärztliches Gutachten.
Kraftfahrzeuge - ausgenommen Krafträder der Klassen AM, A, A1und A2 - mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3500 kg aber nicht mehr als 7500 kg und mit nicht mehr als acht Sitzplätzen außer dem Führersitz ( auch mit Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg).


Klasse CE:

Beinhaltet BE,C1E,T
nur mit Klasse
C
ab 18 Jahre - mit Grundqualifikation im Sinne des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz, bei Ausbildung zum Berufskraftfahrer, zur Fachkraft im Fahrbetrieb oder vergleichbare Berufe
ab 21 Jahre
Befristung der Besitzdauer auf 5 Jahre, anschl. erneute ärztliche Untersuchung und augenärztliches Gutachten.
Kombinationen aus einem Zugfahrzeug der Klasse C und einem Anhänger über 750 kg zulässige Gesamtmasse. Der Einsatz in der gewerblichen Güterbeförderung unter 21 Jahren ist nur bis 7,5 t zGM. einschl. eines Anhängers zulässig (EWG 3820/85 Art. 5).



Klasse C1E:

Beinhaltet BE, D1E, sofern Klasse D1 vorhanden
nur mit Klasse
C1
ab 18 Jahre
Befristung der Besitzdauer bis zur Vollendung des 50sten Lebensjahres, danach für jeweils 5 Jahre erneute ärztliche Untersuchung und augenärztliches Gutachten.
Fahrzeugkombinationen, die aus einem Zugfahrzeug der Klasse C1 und einem Anhänger oder Sattelanhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 750 kg bestehen, sofern die zulässige Gesamtmasse der Kombination 12 t nicht übersteigen.
Fahrzeugkombinationen, die aus einem Zugfahrzeug der Klasse B und einem Anhänger oder Sattelanhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3.500 kg bestehen, sofern die zulässige Gesamtmasse der Kombination 12 t nicht übersteigen.

Auf das Verhältnis des zulässigen Gesamtgewichtes des Anhängers zur Leermasse des Zugfahrzeugs kommt es nicht mehr an. Technische Vorschriften bezüglich der Kraftfahrzeuge sind zusätzlich zu beachten.





BUS-Klassen Pasted Graphic 1

Klasse D:

Beinhaltet D1
nur mit Klasse
B
ab 18 Jahre / 20 Jahre / 21 Jahre / 23 Jahre / 24 Jahre - Die Altersgrenzen unter 24 Jahren orientieren sich an den ausführlichen Vorgaben des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz
Befristung auf 5 Jahre. Bei Ersterteilung betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten oder medizinisch-psychologisches Gutachten. Ab dem 50. Geburtstag sowie bei jeder folgenden Verlängerung wird wie bei der Ersterteilung verfahren.
Kfz - ausgenommen Krafträder der Klassen AM, A, A1 und A2 - zur Beförderung von mehr als 8 Personen (außer dem Fahrzeugführer), auch mit Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 750 kg.


Klasse DE:

Beinhaltet BE,D1E,C1E (sofern Klasse C1 vorhanden)
nur mit Klasse
D
ab 18 Jahre / 20 Jahre / 21 Jahre / 23 Jahre / 24 Jahre - Die Altersgrenzen unter 24 Jahren orientieren sich an den ausführlichen Vorgaben des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz
Befristung auf 5 Jahre. Bei Ersterteilung betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten oder medizinisch-psychologisches Gutachten. Nach jeweils 5 Jahren ärztliche Untersuchung sowie ein augenärztliches Gutachten. Ab dem 50. Geburtstag sowie bei jeder folgenden Verlängerung wird wie bei der Ersterteilung verfahren.
Kombinationen aus einem Zugfahrzeug der Klasse D und einem Anhänger über 750 kg zulässige Gesamtmasse, im Inland nur mit Gepäckanhänger.



Klasse D1:

nur mit Klasse B
ab 18 Jahre - mit Grundqualifikation im Sinne des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz, bei Ausbildung zum Berufskraftfahrer, zur Fachkraft im Fahrbetrieb oder vergleichbare Berufe
ab 21 Jahre
Befristung auf 5 Jahre. Bei Ersterteilung betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten oder medizinisch-psychologisches Gutachten. Nach jeweils 5 Jahren ärztliche Untersuchung sowie ein augenärztliches Gutachten. Ab dem 50. Geburtstag sowie bei jeder folgenden Verlängerung wird wie bei der Ersterteilung verfahren.
Kraftfahrzeuge - ausgenommen Krafträder Klassen AM, A, A1und A2 - mit einer maximalen Länge von 8 m zur Beförderung mit mehr als 8, aber höchstens 16 Personen (außer dem Führersitz). Auch mit Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg.


Klasse D1E:

Beinhaltet BE,C1E (sofern Klasse C1 vorhanden)
nur mit Klasse
D1
ab 18 Jahre - mit Grundqualifikation im Sinne des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz, bei Ausbildung zum Berufskraftfahrer, zur Fachkraft im Fahrbetrieb oder vergleichbare Berufe
ab 21 Jahre
Bei Ersterteilung betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten oder medizinisch-psychologisches Gutachten. Nach jeweils 5 Jahren ärztliche Untersuchung, sowie ein augenärztliches Gutachten. Ab dem 50. Geburtstag sowie bei jeder folgenden Verlängerung wird wie bei der Ersterteilung verfahren.
Kombinationen aus einem Zugfahrzeug der Klasse D1 und einem Anhänger über 750 kg zulässiger Gesamtmasse.



Mindestalter bezogen auf die Ausbildungsberufe Berufskraftfahrer oder vergleichbare Berufe:
Die Fahrerlaubnisbehörde kann beim Mindestalter auch Ausnahmen zulassen, so dass das Mindestalter bezogen auf die Ausbildungsberufe Berufskraftfahrer (Busfahrer) oder vergleichbare Berufe bei 18. Jahren liegt. Es gibt den Modellversuch Berufskraftfahrer ab 18. Jahre. Hier werden Busfahrer/-innen in ganz Deutschland im Rahmen einer 3-jährigen dualen Lehre zum Berufskraftfahrer (Fachrichtung Bus) ausgebildet und erwerben bereits mit 18 Jahren den Busführerschein. Der Führerschein ist begrenzt auf den Linienverkehr bis 50 Kilometer.



Sonder-Klassen Pasted Graphic 2

Klasse T:

Beinhaltet AM, L
ab 16/18 Jahre
direkter Erwerb
ab 16 Jahre - nur Zugmaschinen durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit bis 40km/h
ab 18 Jahre
Keine Befristung der Besitzdauer
Zugmaschinen mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 60 km/h und selbstfahrende Arbeitsmaschinen oder selbstfahrende Futtermischwagen mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h, die jeweils nach ihrer Bauart für die Verwendung für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind und für solche Zwecke eingesetzt werden (jeweils auch mit Anhängern).


Klasse L:

ab 16 Jahre
direkter Erwerb
Keine Befristung der Besitzdauer
Zugmaschinen, die nach ihrer Bauart für die Verwendung für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind und für solche Zwecke eingesetzt werden, mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h und Kombinationen aus diesen Fahrzeugen und Anhängern, wenn sie mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h geführt werden und sofern die durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit des ziehenden Fahrzeugs mehr als 25 km/h beträgt, sie für eine Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h in der durch § 58 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) vorgeschriebenen Weise gekennzeichnet sind sowie selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Stapler, selbstfahrende Futtermischwagen und Flurförderzeuge mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h und Kombinationen aus diesen Fahrzeugen und Anhängern.



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EU Führerschein-Klassen:

Hier finden Sie die neuen Führerschein-Klassen, die mit der Fahrerlaubnisverordnung zum 01.01.1999 und 19.01.2013 eingeteilt wurden, aufgegliedert und übersichtlich.

Das sind die neuen Führerscheinklassen per 19. Januar 2013:
Klasse AM (ersetzt Klasse M und S), Klasse A, Klasse A1, Klasse A2, Klasse B, Klasse BE, Klasse B mit Schlüsselzahl 96 (integriert in Fahrerlaubnisklasse BE), Klasse C1, Klasse C1E, Klasse C, Klasse CE, Klasse D1,Klasse D1E, Klasse D, Klasse DE, Klasse T und Klasse L. Die Führerscheinklassen A, B, BE, C, CE, D, DE sowie die Unterklassen A1, C1, C1E, D1 und D1E unterliegen den internationalen Regelungen. L und T sind dagegen nationale Klassen der Bundesrepublik Deutschland. Die Führerschein-Inhaber, bei denen die Fahrerlaubnis bis zum 18.01.2013 erteilt worden ist, dürfen seit dem 19. Januar 2013 zusätzlich zum bisherigen Umfang ihres Führerscheins auch Fahrzeuge fahren, die vom neuen Umfang der jeweiligen Klasse erfasst wurden.
Das sind die Führerscheinklassen per 01. Januar 1999:
Klasse A, Klasse A1, Klasse B, Klasse BE, Klasse C1, Klasse C1E, Klasse C, Klasse CE, Klasse D1,Klasse D1E, Klasse D, Klasse DE, Klasse M, Klasse S, Klasse L und Klasse T. Die Führerscheinklassen A, B, BE, C, CE, D, DE sowie die Unterklassen A1, C1, C1E, D1 und D1E unterliegen den internationalen Regelungen. M, S, L und T sind dagegen nationale Klassen der Bundesrepublik Deutschland.
Alte Fahrerlaubnisklassen:
Die alten Klassen 1,1a, 1b, 2,3,4,5 und FE KOM waren über lange Jahre die Einteilung und jedermann wusste, welche Fahrzeuge damit gefahren werden durften.


Führerscheinklassen neu und alt im Vergleich


Führerscheinklasse alt
Führerscheinklasse neu seit 19.01.2013
Zusatz
1
A

1a
A2

1b
A1

2
C und CE
Klasse C und CE befristet bis zum 50. Lebensjahr
3
B, BE, C1 und C1E

2 und 3
D, D1, D1E und DE
Je nach zulässigem Gesamtgewicht des Kfz und Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung in Omnibussen
4
AM

5
L